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Es ist ein seltener Glücksfall, dass
sich von den alten Lebküchnern und Konditoren fast das
gesamte Inventar und umfangreiches schriftliches
Material, hauptsächlich aus dem 19. Jahrhundert, bis in
unsere Tage erhalten haben. Viele Formen stammen noch
aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Durch
glückliche Umstände blieben die alten Kisten und deren
Inhalt bis 1981 unberührt auf dem Dachboden stehen.
Unter der Leitung von Herrn Professor Dr. Wolfgang
Brückner von der Universität Würzburg wurde der Fund in
den Folgejahren geordnet und bestimmt. Im Rahmen dieser
Arbeiten erstellte der Würzburger Volkskundler Julius
Schwarz ein wissenschaftliches Inventarverzeichnis mit
ca. 2.000 Positionen und schrieb eine in Buchform
veröffentlichte Magisterarbeit.
Durch Zugänge hat sich
der Bestand bis heute auf mehr als 3.200
Einzelpositionen vergrößert, wovon aber nur ein Teil
ausgestellt werden kann. Die wertvollen Holzmodel und
viele der Metallformen wurden am Bayerischen
Nationalmuseum in München restauriert. Nirgendwo sonst
gibt es in Deutschland einen derart großen und
umfangreichen Bestand an historischem Konditoreimaterial
aus einem einzigen Betrieb.
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